Verbraucherpsychologie auf Werbebildschirmen
>>Erregende, seltene Aufmerksamkeit<<
Ein Tiger, der kurz davor ist, aus dem Bildschirm zu springen
Samsung startete einmal eine Außenwerbung. In dem Video versuchte ein Tiger zunächst, seine Pfote auszustrecken, um ein Telefon zu übernehmen, und brüllte dann, als wolle er aus dem Telefonrahmen springen. Dieses visuelle Spektakel, bei dem der Tiger beinahe aus dem Bildschirm sprang, erregte große öffentliche Aufmerksamkeit.

In der Psychologie gibt es ein Konzept namens „Orientierungseffekt“: Das menschliche Gehirn reagiert von Natur aus auf plötzliche Veränderungen, und ein plötzlicher, starker Reiz zwingt Menschen dazu, ihre Aufmerksamkeit zu verlagern. Im Vergleich zu Printanzeigen können Bildschirme diesen Instinkt besser nutzen: Sie können die Orientierungsreaktion des Publikums durch plötzlich aufgehellte Bilder, sanfte dynamische Übergänge und wirkungsvolle visuelle Effekte aktiv auslösen.

Bildschirminhalte mit starker visueller Spannung.
>> Lenkung der potenziellen Wahrnehmung der Benutzer<<
Dem Vergessen durch Wiederholung entgegenwirken
Diese subtile Form der Bekanntmachung erzeugt im Unterbewusstsein der Benutzer ein Gefühl der Vertrautheit, was wiederum Vertrauen schafft.

In der Psychologie ist dies als „Mehr-Expositions-Effekt“ bekannt: Je häufiger Menschen mit etwas in Berührung kommen und je vertrauter sie damit werden, desto eher entscheiden sie sich dafür.
Wenn Sie beim Einkaufen auf eine unbekannte Marke und eine andere Marke treffen, die Sie anscheinend schon mehrmals gesehen haben, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass Sie sich für Letztere entscheiden.

>>Versteckte Treiber der Entscheidungsfindung<<
Knappheitseffekt: Stimulierung der Verlustaversion
Solche Informationen über Knappheit veranlassen Menschen zu schnellen Kaufentscheidungen, um Verluste zu vermeiden, und vereinfachen so den ursprünglich potenziell langwierigen rationalen Entscheidungsprozess. So lösten beispielsweise die 618 Vorverkaufs-Bildschirmanzeigen von Tmall mit Botschaften wie „offizielle Rabatte ab 15 %“ und „direkte Rabatte pro Artikel“ einen Impulskaufrausch aus.

Hicks Gesetz: Vereinfachung der Benutzerauswahl
Aus diesem Grund listen die Werbebildschirme in manchen Geschäften nicht allzu viele Produkte auf. Stattdessen fungieren sie als professionelle Einkäufer, die bestimmte Bestseller empfehlen, um eine kleine Anzahl hochwertiger Optionen für die Verbraucher herauszufiltern.

Diese Content-Strategien vereinfachen den Entscheidungsweg der Konsumenten, verringern das Risiko von Kaufabbrüchen aufgrund zu großer Auswahlmöglichkeiten und fördern den Konsum gezielt.


Die auf Bildschirmen dargestellten Inhalte sind mehr als nur eine Informationsanzeige. Der eigentliche Grund dafür ist die Verbraucherpsychologie, die die menschliche Natur tiefgreifend versteht. Basierend auf verschiedenen psychologischen Mechanismen können Markeninhalte auf Bildschirmen die Aufmerksamkeit auf visueller Ebene fesseln, die Eindrucksbildung auf kognitiver Ebene steuern und die Entscheidungsfindung beschleunigen. Als Träger bieten Werbebildschirme eine Bühne für diese Art des Markenmarketings, das die Denkweise der Menschen versteht.






